Teurer Winter voraus: Energiepreise geraten wieder unter Druck
Die Lage an den Energiemärkten spitzt sich erneut zu. Wie „Der Standard“ berichtet, sorgt der wieder aufflammende Konflikt zwischen den USA und dem Iran für neue Unsicherheit rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Flüssiggas weltweit. Die Folge: Der Ölpreis ist auf über 100 US-Dollar pro Fass geklettert, und auch der Gaspreis nähert sich mit rund 80 Euro pro Megawattstunde einem Dreijahreshoch.
Der Artikel zitiert den ehemaligen E-Control-Vorstand Walter Boltz aus einem ORF-Interview, der mit einem Preisanstieg von bis zu 30 Prozent rechnet. Hintergrund ist unter anderem, dass Lieferanten aufwendige und teure Umwege um die Krisenregion nehmen müssen, um Rohöl und Gas – etwa aus Saudi-Arabien – nach Europa zu bringen.
Für Österreich bedeutet das: Haushalte und Unternehmen müssen sich auf einen spürbar teureren Winter einstellen, sollte sich die geopolitische Lage nicht rasch entspannen.
Die Angelegenheit ist aus Sicht des Mieterschutzverbandes Wien unter anderem auch deswegen äußerst prekär, weil viele Mieter/innen aktuell noch unter sehr hohen Heizkostennachforderungen aus dem Vorjahr leiden! Nachforderungen von mehr als 1.000 Euro sind dabei keine Seltenheit! Auch vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, gesetzliche Regelungen zu Mietpreisobergrenzen zu verschärfen. Insbesondere in Häusern, die nach 1945 errichtet wurden, sind die bestehenden gesetzlichen Regelungen völlig zahnlos!
